ZQP-Infoseite

Corona Pandemie: Informationen für professionell Pflegende

Die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 und die damit verbundenen COVID-19-Erkrankungen haben erhebliche Folgen für die Pflege älterer Menschen. Professionell Pflegende in ambulanten Diensten und stationären Pflegeeinrichtungen stehen vor einer außergewöhnlich herausfordernden Situation: für die Sicherheit der pflegebedürftigen Menschen und deren Lebensqualität zu sorgen und sich selbst bestmöglich vor dem SARS-CoV-2-Virus zu schützen.

Auf dieser Seite stellen wir Informationen für professionell Pflegende zusammen.

Pflegende Angehörige finden auf unserem Internetportal Prävention in der Pflege Informationen und Tipps zum Schutz vor dem Corona-Virus: Zu den Tipps für pflegende Angehörige

Das sollten professionell Pflegende wissen

Corona-Viren gehören zu einer Gruppe von Viren mit ähnlichen Eigenschaften. Das neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 ist im Dezember 2019 erstmalig in China aufgetreten und breitet sich seitdem weltweit aus. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome, d. h. Schweres Akutes Atemwegs-Syndrom. Die Erkrankung, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird, heißt COVID-19, Corona Virus Disease 2019. Zum Jahresende 2020 wurden erstmals neue Varianten des Virus bei Menschen in mehreren Ländern, u. a. in Deutschland, nachgewiesen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Ansteckungsfähigkeit höher ist als die des bisher bekannten Corona-Virus.

Einen Steckbrief zu SARS-CoV-2 finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI): RKI | Steckbrief

Informationen zu SARS-CoV-2-Virusvarianten sind ebenfalls auf der Seite des RKI verfügbar: RKI | Virusvarianten

GEÄNDERT am 31. Mai 2021

SARS-CoV-2 wird hauptsächlich über Tröpfchen beim Atmen, Husten, Niesen und Sprechen und in der Luft schwebende kleinste Tröpfchenkerne (Aerosole) von Mensch zu Mensch übertragen. Ansteckungen sind auch dann möglich, wenn die infizierte Person keine Krankheitszeichen hat.

Eine Übertragung über die Hände ist möglich. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass SARS-CoV-2-Erreger über Gegenstände wie ein Türklinke übertragen werden (Schmier- oder auch Kontaktinfektion).

Blut, Urin und Stuhl von COVID-19-Infizierten gelten als nicht ansteckend. Laut dem Robert Koch-Institut sind im medizinischen Bereich jedoch alle potenziellen Übertragungswege von Bedeutung.

Ein erhöhtes Übertragungsrisiko besteht bei allen Aerosol-produzierenden Vorgängen, wie Intubation, Bronchoskopie sowie bei zahnärztlichen Behandlungen.

Weitere Informationen zur Übertragung des Virus finden Sie hier:

GEÄNDERT am 31. Mai 2021

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 verläuft bei den meisten Menschen mild oder sogar ganz unbemerkt. Doch erkranken auch viele Menschen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. In einer Reihe von Fällen ist dabei intensivmedizinische Versorgung, zum Teil mit Beatmungsgerät, notwendig. Medizinische Behandlungen sind bei einem schweren Krankheitsverlauf komplex und langwierig.

Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben Personen mit zunehmendem Alter ab 50/60 Jahren und Personen mit Vorbelastungen, z. B.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck
  • Lungenerkrankungen, z. B. Asthma, chronische Bronchitis, COPD
  • Nieren- oder Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankung
  • geschwächtes Immunsystem.

Kommen mehrere Faktoren zusammen, erhöht sich das Risiko, schwer zu erkranken. Dies trifft oft auf ältere pflegebedürftige Menschen zu. Bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen kommt hinzu, dass der enge Kontakt zu anderen Personen in der Einrichtung die Ausbreitung des Virus und damit die Infektion begünstigt.

Schwere Verläufe treten in selteneren Fällen auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankungen und auch bei jungen Menschen auf. Gleichzeitig erkranken infizierte Risikopatientinnen und -patienten nicht zwangsläufig schwer.

Neben dem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod besteht die Gefahr für Komplikationen und Folgeerkrankungen. Nicht nur die Atemwege, sondern auch andere Bereiche, wie der Verdauungstrakt, die Niere, der Herzmuskel oder das Nervensystem können beteiligt sein.

Informationen zum Krankheitsverlauf bietet der Ständige Arbeitskreis Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut (STAKOB): STAKOB | Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19

Über Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf informiert das RKI auf dieser Webseite: RKI | Risikogruppen

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Zur medizinischen Behandlung bei COVID-19-Erkrankungen gibt es Erfahrungen und Empfehlungen. Aktuelle Hinweise hierzu veröffentlicht der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut (STAKOB): STAKOB | Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19

Zudem bietet das RKI eine Übersicht mit Verlinkung zu Publikationen mit Therapiehinweisen zu COVID-19.

Zur medizinischen Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen gibt es einen von Geriatern erstellten Leitfaden.

GEÄNDERT am 15. April 2021

Eine Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den tagesaktuellen Fallzahlen der gemeldeten COVID-19-Erkrankungen in Deutschland ist hier zugänglich: RKI | Fallzahlen in Deutschland

Zudem stellt das RKI die gemeldeten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland dar: RKI | COVID-19 Dashboard

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Wer sich gegen COVID-19 impfen lässt, kann sich vor einer COVID-19-Erkrankung schützen. Gleichzeitig trägt die Impfung dazu dabei, die Ausbreitung der Pandemie zu begrenzen.

Seit Ende Dezember 2020 wird hierzulande geimpft. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen. Das staatliche Paul-Ehrlich-Institut ist u. a. für die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffes verantwortlich.

Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und kostenlos zugänglich.

Informationen des BMG zur COVID-19-Impfung finden Sie hier: BMG | FAQ COVID-19-Impfung

Antworten des RKI auf häufige Fragen zur COVID-19-Impfung finden Sie hier: RKI | FAQ COVID-19-Impfung

Die BZgA beantwortet häufige Fragen zur COVID-19-Impfung auf dieser Webseite: BZgA | FAQ COVID-19-Impfung

Informationen zum nächstgelegenen Impfzentrum, zu mobilen Impfteams für Pflegeheime und zur Terminvergabe gibt es auf der Webseite des jeweiligen Bundeslandes.

GEÄNDERT am 19. Juli 2021

Die Inkubationszeit von COVID-19 beträgt bis zu 14 Tage, im Mittel 5 bis 6 Tage.

Das Symptombild der COVID-19-Erkrankung ist unspezifisch. Aktuelle Daten weisen auf typische Anzeichen wie Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns sowie Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder Luftnot bzw. Lungenentzündung hin. Die Symptome könne einzeln oder zusammen auftreten. Zudem sind andere Symptome möglich, z. B. Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Somnolenz.

Im Verlauf der Erkrankung kann es typischerweise etwa 7 bis 10 Tage nach Symptombeginn zu einer Verschlechterung kommen, die mit Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) und/oder Luftnot (Dyspnoe) einhergehen kann.

Informationen zur Diagnostik von COVID-19 erstellt der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut (STAKOB): STAKOB | Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Tests auf Infektionen mit SARS-CoV-2 dienen vor allem dazu, Infektionsketten zu unterbrechen und Zahlen zur Verteilung infizierter Menschen zu erfassen. Wer getestet werden soll, beschreiben die nationale Teststrategie und die Testkriterien des Robert Koch-Instituts (RKI). Aktuelle Informationen sowie die Testverordnung finden Sie hier: BMG | Nationale Teststrategie

Informationen über örtliche Teststellen sowie regionale Regelungen zur Testpflicht finden Sie auf den Webseiten der Bundesländer oder können Sie bei den zuständigen Gesundheitsämtern erfragen.

Allgemeine Informationen zum Testen finden Sie auf der Webseite des BMG: BMG | Informationen zum Testen

Zudem bietet das BMG Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2: BMG | FAQ Schnelltests

GEÄNDERT am 19. August 2021

Derzeit werden zwei verschiedene Testverfahren auf eine akute SARS-CoV-2-Infektion angewendet: der PCR-Test und der Antigen-Test.

Der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) reagiert sensibel auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 und liefert spezifische Ergebnisse. Bei einem PCR-Test wird die Diagnose COVID-19 durch Nachweis des Erbmaterials des Virus mittels Laboruntersuchung festgestellt. Die Probenentnahme erfolgt durch Fachpersonal. Die Auswertung dauert mehrere Stunden und kann nur in Laboren durchgeführt werden.

Bei einem Antigen-Test können Proteine des Virus nachgewiesen werden. Ein Antigen-Test liefert schnelle Ergebnisse und kann direkt vor Ort ohne Labor durchgeführt werden. Er reagiert jedoch weniger sensibel und spezifisch als die PCR-Tests. Ein positiver Antigen-Test muss durch einen PCR-Test bestätigt werden. Antigen-Tests werden vor allem angewandt, um eine rasche Einschätzung zu erhalten, ob eine Infektion vorliegt. Sie dienen vor allem dazu, die unbemerkte Verbreitung des Coronavirus zu verhüten und um Risikogruppen besser vor einer Ansteckung zu schützen.

Bei beiden Testverfahren sind die Proben aus den oberen Atemwegen als Nasopharynx-Abstrich oder Oropharynx-Abstrich zu entnehmen.

Ausführliche Informationen zum Testverfahren bietet das Robert Koch-Institut auf dieser Webseite: RKI | Testverfahren

Auch kann das jeweilige Labor Auskunft darüber geben, was bei der Probenentnahme und beim Umgang mit den Proben zu beachten ist.

Informationen zur Diagnostik von COVID-19 erstellt der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut (STAKOB): STAKOB | Hinweise zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19

Informationen zu Antigen-Schnelltests und Laien-Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2 erhalten Sie auf der Webseite des BMG: BMG | FAQ Schnelltests

GEÄNDERT am 15. April 2021

Stationäre Einrichtungen und Pflegedienste müssen festlegen, wie professionell Pflegende im Einzelnen vorgehen sollen, wenn sie eine SARS-CoV-2-Infektion bei einer pflegebedürftigen Person vermuten. Diese Regelungen müssen professionell Pflegende beachten.

Liegt eine solche Regelung nicht vor, sollten Pflegende ihre Vermutung zunächst der verantwortlichen Pflegefachperson sowie der Einrichtungsleitung mitteilen und sachlich anhand der Krankenbeobachtung begründen.

Bei Anzeichen für eine Infektion bei pflegebedürftigen Menschen ist der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin zeitnah zu informieren. Über weitere Maßnahmen entscheidet der Arzt/die Ärztin. Informationen über das ärztliche Vorgehen bei Verdachtsabklärungen stellt das Robert Koch-Institut zur Verfügung: RKI | Orientierungshilfe für Ärzte/Ärztinnen

Für praktische Fragen zum Infektionsschutz u. a. bei professionell versorgten pflegebedürftigen Menschen sind die örtlichen Gesundheitsämter zuständig. Die Adressen können Sie hier recherchieren: RKI | Recherchetool

GEÄNDERT am 12. März 2021

Professionell Pflegende können das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 bei der Pflege – neben der Impfung – durch persönliche Hygiene-Maßnahmen reduzieren.

Das Wichtigste ist, Regeln der Basis-Hygiene einzuhalten.

Dies sollten professionell Pflegende jetzt unbedingt beachten:

  • penible Händehygiene einhalten
  • Hände von Gesicht und Schleimhäuten fernhalten
  • Pflegebedürftige nicht anatmen, umarmen, küssen
  • medizinische Mund-Nasen-Schutz-Maske oder FFP2-Maske tragen
  • Husten- und Niesregeln einhalten: in Papier-Taschentuch (kein Stoff-Taschentuch!) oder die Armbeuge husten/niesen, Papier-Taschentuch nur einmal verwenden und dann in einem geschlossenen Behältnis entsorgen
  • Räume regelmäßig lüften
  • Händeschütteln generell unterlassen
  • allgemein Kontakte auf das Notwendigste reduzieren
  • dort, wo es möglich ist, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen halten
  • auf Reisen möglichst verzichten
  • wer eine Atemwegs-Erkrankung bzw. Erkältung hat, sollte pflegebedürftige Menschen nicht versorgen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt allgemeine Informationen zur Händehygiene zur Verfügung: Infektionsschutz.de | Hygienetipps

Ausführliche Informationen zur Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens bietet eine Publikation des Robert Koch-Instituts (RKI) RKI | Händehygiene

Tagesaktuelle Hinweise zur Verwendung von Mund-Nasen-Schutz und weiterer Schutzmasken bietet das RKI: RKI | Verwendung von Masken

GEÄNDERT am 19. Juli 2021

Professionell Pflegende sollen sich unverzüglich telefonisch an einen Arzt, eine Ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon: 116 117) sowie das zuständige Gesundheitsamt wenden, wenn sie

  • persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde
  • vermuten oder wissen, dass sie mit dem Virus infiziert sind.

Das nächste Gesundheitsamt kann über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) ermittelt werden: RKI | Recherchetool

Zudem ist der Arbeitgeber zeitnah zu informieren.

GEÄNDERT am 15. April 2021

Bei einer vermuteten oder bestätigten SARS-CoV-2-Infektion einer pflegebedürftigen Person müssen professionell Pflegende besondere Schutzvorkehrungen einhalten. Das ist außerordentlich wichtig, um sich selbst und andere vor einer Übertragung des Virus zu schützen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sollten neben einer strengen Basis-Hygiene unter anderem folgende Maßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Personen mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 umgesetzt werden:

Schutzausrüstung tragen

  • persönliche Schutzausrüstung verwenden: Schutzkittel, Einweghandschuhe, mindestens dicht anliegender, mehrlagiger Mund-Nasen-Schutz bzw. Atemschutzmaske, Schutzbrille
  • bei allen körpernahen Pflegetätigkeiten sowie im Umgang mit Aerosolproduktion Atemschutzmaske (FFP2 oder darüber hinausgehender Atemschutz) tragen
  • persönliche Schutzausrüstung vor Betreten des Raumes der pflegebedürftigen Person anlegen
  • Einweghandschuhe bzw. -kittel vor Verlassen des Raumes in einem geschlossenen Behältnis entsorgen
  • Atemschutzmaske und Schutzbrille vor Verlassen des Raumes ablegen und dort belassen
  • nach Ausziehen der Handschuhe und vor Verlassen des Raumes Hände mit einem Desinfektionsmittel mit mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit desinfizieren

Gegenstände und Flächen desinfizieren/reinigen

  • patienten- und arbeitsnahe Flächen täglich mit einem Flächendesinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit reinigen
  • Medizinprodukte mit direktem Körperkontakt (z. B. Blutdruckmanschette, Stethoskop) ausschließlich personenbezogen verwenden und nach Gebrauch desinfizieren; Transport zur zentralen Aufbereitung kontaminierter Medizinprodukte nur in einem geschlossenen, außen desinfizierten Behälter
  • in Pflegeeinrichtungen: Geschirr in einem geschlossenen Behältnis zur Spülmaschine transportieren und wie üblich reinigen; Wäsche unmittelbar am Bett in geeignete Wäschesäcke entsorgen; diesen ggf. bis zur endgültigen Entsorgung an einem dafür vorgesehenen Ort zwischenlagern

Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 sind hier zugänglich: RKI | Hygienemaßnahmen

Tagesaktuelle Hinweise zur Verwendung von Mund-Nasen-Schutz-Masken und weiterer Schutzmasken bietet das RKI: RKI | Verwendung von Masken

GEÄNDERT am 25. Februar 2021

Grundsätzlich müssen beim Umgang mit Personen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, die üblichen Maßnahmen der Basis-Hygiene eingehalten werden. Da keine belastbaren Daten zur Kontagiösität von Verstorbenen mit COVID-19 vorliegen, sind sie sicherheitshalber als kontagiös anzusehen. Der Tod an COVID-19 ist der Gesundheitsbehörde zu melden.

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hierzu: RKI | Empfehlungen Umgang mit COVID-19-Verstorbenen 

GEÄNDERT am 25. Februar 2021

Mit Gesundheitsbehörde und Ärzten/Ärztinnen abstimmen

  • einrichtungsbezogenes Testkonzept zur regelmäßigen Antigen-Testung von asymptomatischen Mitarbeitenden, Betreuten/Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besuchenden an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln; Hilfestellung zur Erstellung eines Testkonzepts bietet das Bundesministerium für Gesundheit
  • Hygiene- und weitere Schutzmaßnahmen sowie Regelungen zu Neuaufnahmen in Pflegeeinrichtungen mit der zuständigen Gesundheitsbehörde abstimmen
  • bei Anzeichen für eine Infektion bei einer pflegebedürftigen Person zeitnah ärztlichen Rat einholen
  • bei Verdacht oder Feststellung einer SARS-CoV-2-Infektion bei Pflegebedürftigen oder Personal unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt, einen Arzt, eine Ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon: 116 117) kontaktieren
  • Risiken durch raumlufttechnische Anlagen durch die eine Verbreitung des Erregers möglich ist, bewerten und miniminieren

Regeln aufstellen

  • Verfahrens- und Verhaltensregelungen für Personal zur Prävention und zum Umgang mit COVID-19-Erkrankungen erstellen
  • betrieblichen Pandemieplan vorhalten; Informationen für stationäre Pflegeeinrichtungen zur Pandemieplanung finden Sie im Nationalen Pandemieplan Teil I, Kapitel 5: RKI | Nationaler Pandemieplan; frei zugängliche Vorlagen zur Erstellung eines betrieblichen Pandemieplans bietet der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) zum Herunterladen an: bpa | Arbeitshilfen
  • Besuchskonzepte regelmäßig an fachliche Empfehlungen und bundeslandspezifische Regelungen anpassen; Hinweise hierfür gibt die Handreichung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung.

Informieren/Aufklären

  • Personal über alle Maßnahmen und Verfahrensregeln informieren
  • Pflegebedürftige und Angehörige über Maßnahmen aufklären
  • Pflegebedürftige und Angehörige aufklären und beraten, wie sie zu ihrem eigenen Schutz beitragen können
  • Hinweise zur Anwendung von Schutzausrüstung sichtbar platzieren
  • Besucherinnen und Besucher in erforderlichen Schutzmaßnahmen unterweisen: Besuche nur ohne Krankheitssymptome und nach negativen Antigen-Schnelltest möglich, Anmeldung und Registrierung des Besuchs zum Zweck der Nachverfolgung im Falle einer Infektion, Einhalten von mindestens 1,5 Meter Abstand, Tragen von Schutzkittel und dicht anliegendem, mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz, Händedesinfektion beim Verlassen des Raumes, Beachtung von Sonderregelungen, z. B. beim Anreichen von Nahrung oder Sterbebegleitung
  • Aushänge anbringen; Vordrucke finden Sie z. B. auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Infektionsschutz.de | Material zum Download sowie auf der Seite des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe e. V. (DBfK): DBfK | Informationen für Pflegefachpersonen

Hygiene-Maßnahmen umsetzen

  • Hygiene-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für stationäre Pflegeeinrichtungen beachten: RKI | Infektionsprävention in Heimen
  • pflegebedürftige bzw. betreute Person bei Kontakt mit Pflegepersonen einen Mund-Nasen-Schutz tragen lassen, sofern dies möglich ist
  • jeweilige aktuelle Bestimmungen der örtlichen Behörden (Heimaufsicht, Gesundheitsamt) beachten
  • Zahl des involvierten Personals in Bereichen und zur Versorgung infizierter Personen auf ein Mindestmaß beschränken
  • in stationären Pflegeeinrichtungen: infizierte pflegebedürftige Personen im Einzelzimmer, möglichst mit eigenem Bad, unterbringen; Pflegebedürftige mit Infekten im Zimmer versorgen, dabei Schutzausrüstung nutzen; Personen mit SARS-CoV-2-Infektion und Personen ohne Infektion räumlich isolieren; tägliche Wischdesinfektion der Kontaktflächen mit einem Flächendesinfektionsmittel veranlassen, z. B. Nachttisch, Türgriffe

Hygiene-Material bereitstellen

  • Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit bereitstellen; Wirkungsbereich “begrenzt viruzid”, “begrenzt viruzid PLUS” oder “viruzid”
  • Händedesinfektionsmittel und Einmal-Taschentücher bereitstellen
  • für Schutzausrüstung sorgen: Einmalhandschuhe, Atemmasken, Schutzkittel und Schutzbrillen
  • Tagesaktuelle Hinweise zur Verwendung von Mund-Nasen-Schutz-Masken und weiter Schutzmasken bietet das Robert Koch-Institut (RKI): RKI | Verwendung von Masken

Personal angemessen einsetzen

  • geschultes Personal für die Versorgung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten einsetzen
  • Personal möglichst so einteilen, dass infizierte und nicht-infizierte Personen nicht von der gleichen Person gepflegt bzw. betreut werden
  • Anzahl der Pflegenden, die infizierte Personen versorgen, auf ein Mindestmaß beschränken

Schutz vor Ansteckung bei notwendigen Transporten gewährleisten

  • ist ein Krankentransport erforderlich, vor Beginn des Transports die aufnehmende Stelle, z. B. das Krankenhaus, über die Einweisung der Person und über die Verdachtsdiagnose/Erkrankung informieren
  • wenn möglich, Person mit vermuteter oder bestätigter SARS-CoV-2 beim Transport mit einer FFP2-Maske ausstatten

Weitere Informationen zur Prävention und zum Management von COVID-19-Erkrankungen in der stationären und ambulanten Pflege erhalten Sie auf diesen Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI):

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

Angesichts der Maßnahmen zum Infektionsschutz ist es für Pflegeeinrichtungen und professionell Pflegende eine tägliche Herausforderung, das Wohlbefinden und die soziale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern und individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Eine Handlungsorientierung, die fachliche und ethische Aspekte berücksichtigt, bietet die von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V. herausgegebene S1 Leitlinie “Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie“

Eine Handreichung für Einrichtungen zur Umsetzung eines Konzepts, um Besuche von Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen, hat der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung veröffentlicht: BMG | Handreichung Besuchskonzepte

GEÄNDERT am 31. Mai 2021

Während der Corona-Pandemie ist es für Pflegedienste und professionell Pflegende eine besondere Herausforderung, Sicherheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe der zu versorgenden Menschen zu fördern.

Eine Handlungsorientierung für ambulante Pflegedienste bietet die von der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V. herausgegebene S1 Leitlinie „Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedürftigkeit im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie“

GEÄNDERT am 31. Mai 2021

Professionell Pflegende können pflegende Angehörige durch Information und Beratung zum Schutz vor einer Virus-Übertragung und im Umgang mit einer COVID-19 Erkrankung unterstützen. Information dazu bietet diese Infoseite: ZQP | Tipps für pflegende Angehörige

Das ZQP hat gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, welchen Einfluss die SARS-CoV-2-Pandemie auf pflegende Angehörige hat. Die Studie zu pflegenden Angehörigen in der COVID-19-Krise finden Sie unter: www.zqp.de/corona-pflegende-angehoerige/

GEÄNDERT am 25. Februar 2021

Umfangreiche Informationen zu Fragen der Arbeitsorganisation und des -einsatzes, zum Arbeitsschutz und zu weiteren arbeitsrechtlichen Aspekten finden Sie auf der Webseite des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK).

Für ambulante Dienste und stationäre Pflegeeinrichtungen hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen Arbeitsschutzstandard erstellt: BGW | Informationen zum Coronavirus

GEÄNDERT am 25. Februar 2021

Professionell Pflegende sind täglich erheblichen psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt. Das kann durch die Pandemiesituation verstärkt werden. Um Entlastung zu finden, kann es hilfreich sein, über Erfahrungen, Erlebnisse und Nöte zu sprechen.

Daher haben der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und die Bundespsychotherapeutenkammer ein kostenlos nutzbares Beratungsangebot für professionell Pflegende eingerichtet. Während der Corona-Pandemie bieten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten hierüber ehrenamtlich Telefonberatung für professionell Pflegende an.

Pflegende können über die folgende Internetplattform kurzfristig und bundesweit einen Beratungstermin buchen: DBfK | Psychotherapeutische Telefonhilfe

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet kostenlose telefonische professionelle Krisenberatung für Beschäftigte und bis zu fünf kostenfreie Krisen-Coaching-Einheiten speziell für Führungskräfte:

Eine wissenschaftliche Publikation mit Empfehlungen zur Reduktion von Stress und psychischer Belastung bei Gesundheitsfachkräften im Rahmen der COVID-19-Pandemie finden Sie hier: Empfehlungen zur Stressreduktion

Des Weiteren kann jeder das Beratungsangebot der Telefonseelsorge nutzen:

Telefonnummer: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

GEÄNDERT am 16. Juni 2021

ZQP-Studien zur COVID-19-Pandemie

Pflegende Angehörige in der COVID-19-Krise

Das ZQP hat gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin in einer Studie untersucht, welchen Einfluss die SARS-CoV-2-Pandemie bisher auf pflegende Angehörige und die häusliche Pflegesituation hat. Dafür wurden bundesweit 1.000 pflegende Angehörige zwischen 40 und 85 Jahren in Deutschland befragt, die seit mindestens sechs Monaten regelmäßig eine pflegebedürftige Person über 60 Jahre versorgen.

Zur Studie Pflegende Angehörige in der COVID-19-Krise

Stationäre Langezeitpflege und ambulante Dienste in der SARS-CoV-2-Pandemie

Das ZQP hat untersucht, in welchem Umfang Pflegende und Pflegebedürftige während der Pandemie zusätzliche Herausforderungen und Belastungen erleben. Dazu hat das ZQP zwei deutschlandweite Ad-hoc-Studien durchgeführt und 950 Expertinnen und Experten in Pflegeheimen und 1.000 Expertinnen und Experten in ambulanten Pflegediensten befragt.

Zur Studie Stationäre Langzeitpflege und ambulante Dienste in der SARS-CoV-2-Pandemie

Suchen Sie etwas Bestimmtes?

Hier können Sie alle Inhalte der Internetseite finden.
Diese Webseite benutzt Cookies. Wenn Sie die Webseite weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.