Projekt

Präventive Beratung in der häuslichen Pflege

Verschiedene Beratungsanlässe in der Pflege haben ein hohes Potenzial, zur gesundheitlichen Prävention bei pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen beizutragen, z. B. im Bereich Mobilität, Medikation, Ernährung. Im Rahmen von Pflegeberatungseinsätzen könnten Risikofaktoren identifiziert und geeignete präventive Interventionen angeboten werden. Laut einer aktuellen internen Recherche des ZQP sind allerdings derzeit keine fachlich fundierten und breit nutzbaren, standardisierten Instrumente zur systematischen Durchführung von entsprechend präventiver Beratung in der Pflege verfügbar.

Das Projekt Präventive Beratung und Intervention in der häuslichen Pflege hat zum Ziel, ein wissenschaftlich fundiertes Assessmentinstrument für verschiedene Beratungsanlässe in der Pflege zu entwickeln. Es soll eine Einschätzung von gesundheitlichen Risiken und Ressourcen im Rahmen der informellen Pflege bzw. häuslichen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen sowie die Identifizierung geeigneter individueller Präventionsmaßnahmen als Gegenstand der Beratung ermöglichen.

Das Instrument wird so konzipiert, dass es von professionellen Pflegeberatern angewendet werden kann. Nach entsprechender technischer Entwicklung/Programmierung soll es auch Software-gestützt nutzbar sein.

Projektteilschritte sind

  • Systematische Literaturrecherche
  • Analyse von Assessmentinstrumenten
  • Konzeption des Assessmentinstruments
  • Praxistestung
  • Anpassung des Assessments sowie
  • Vorbereitung für Softwareentwicklung.

Bei der Entwicklung des Assessmentinstruments wird an Vorarbeiten des ZQP angeknüpft: Zum einen das softwarebasierte Pflegeberatungsinventar des ZQP sowie die ZQP-Perspektivenwerkstatt I (Qualität in der häuslichen Pflege) und II (Qualitätsrahmen für Beratung in der Pflege).

Die Entwicklung des Instruments soll durch eine Perspektivenwerkstatt begleitet werden: In Form von Konferenzen und einem Praxistest mit Beratungspraktikerinnen und -praktikern, die Beratungseinsätze nach § 7a oder § 37 Absatz 3 SGB XI durchführen. Zur inhaltlichen Beratung des Prozesses und zur Abstimmung des Instruments werden politische Akteure auf Bundesebene eingebunden.

Die Ergebnisse liegen voraussichtlich im Sommer 2021 vor.

Partner: Prof. Dr. Andreas Büscher, Hochschule Osnabrück

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