Analyse

Demenz aus Bevölkerungssicht – 2017

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung der Analyse "Demenz aus Bevölkerungssicht – 2017". Die vollständige Analyse können Sie kostenfrei herunterladen.

Zurzeit leiden in Deutschland geschätzt etwa 1,6 Million Menschen an Demenz. Demenz tritt vor allem im Alter auf: zwei Drittel aller Betroffenen ist 80 Jahre und älter. Die Zahl alter Menschen wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen und damit auch die Zahl der Menschen mit Demenz.

Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ist es oftmals immer noch schwierig, in der Mitte der Gesellschaft weiterzuleben. Ob beim Einkauf, in Bus und Bahn oder im Restaurant – im öffentlichen Raum scheinen Menschen und Organisationen häufig noch wenig auf Demenzkranke und ihre Angehörigen eingestellt zu sein.

Bevölkerungsumfrage

Ziel der Befragung war es daher, einerseits Hinweise zum Informationsstand und -bedarf zu Demenz in der Bevölkerung zu erhalten und andererseits Hinweise dazu, wie der Umgang mit Menschen mit Demenz und die eigene Hilfekompetenz im Alltag wahrgenommen wird. Darüber hinaus wurden die mit dem Thema Demenz einhergehenden Sorgen in der Bevölkerung beleuchtet.

Befragt wurden über 2.500 Personen in Deutschland ab 18 Jahren.

Demenz in der Öffentlichkeit

Viele Befragte werden im Alltag mit dem Thema Demenz konfrontiert, fühlen sich aber eher oder sogar sehr schlecht darüber informiert. Etwa 50 Prozent fühlen sich unsicher, was sie tun können, wenn ein fremder Mensch mit Demenz, dem sie begegnen würden, Hilfe benötigt.

Mehrheit ist bei Hilfestellung verunsichert

Einige wichtige Ergebnisse der Studie sind:

Informationsstand

  • Etwa ein Drittel der Befragten fühlte sich eher bzw. sehr schlecht über Demenz informiert.
  • Junge Menschen (18 bis 29 Jahre) fühlten sich noch weniger darüber informiert.
  • Als vorrangige Anlaufstelle für Informationen und Hilfe wurde von 68 Prozent der Hausarzt eingeschätzt.

Wahrnehmung von Demenz in der Öffentlichkeit und Hilfekompetenz

  • 37 Prozent gaben an innerhalb der letzten drei Monate in der Öffentlichkeit eine ältere Person wahrgenommen, die – wie sie zum Zeitpunkt der Befragung vermuteten – an Demenz erkrankt war.
  • 23 Prozent schien diese Person ohne Begleitung und dabei nicht alleine zurechtzukommen.
  • Die Hälfte der Befragten fühlte sich sehr/eher schlecht in der Lage, einer an Demenz erkrankten fremden Person zu helfen.

Mehr Informationen

Mehr Informationen zum Thema Demenz finden Sie auf unserer Themenseite Demenz.

Stand: September 2017

Autoren in alphabetischer Reihenfolge:
Simon Eggert, ZQP
Daniela Sulmann, ZQP
Dr. Christian Teubner, ZQP

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie gerne eine E-Mail an: simon.eggert@zqp.de

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