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Patientensicherheit in der ambulanten Pflege

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung des Ergebnispapiers "Patientensicherheit in der ambulanten Pflege". Das vollständige Ergebnispapier können Sie kostenfrei herunterladen.

Rund 2,65 Millionen pflegebedürftige Menschen werden in Deutschland zu Hause versorgt, ein Viertel davon unter Beteiligung eines ambulanten Pflegedienstes. Insgesamt wird von einem hohen Risiko für die Patientensicherheit in der häuslichen Versorgung ausgegangen, unter anderem, weil verschiedene Personengruppen wie pflegende Angehörige, professionell Pflegende und Ärzte zusammenwirken. Maßnahmen zur Patientensicherheit können dabei helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, Fehler zu vermeiden und damit Schäden abzuwenden. Doch das Thema wird in der ambulanten Langzeitpflege bislang kaum beleuchtet.

Perspektivenwerkstatt Patientensicherheit

Vor diesem Hintergrund hat das ZQP eine Perspektivenwerkstatt mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik zur Patientensicherheit in der ambulanten Pflege durchgeführt.

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen hat die Durchführung wissenschaftlich begleitet. Beteiligt waren unter anderem das Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, der AOK-Bundesverband, der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), ambulante Pflegedienste sowie Pflegeforscherinnen und -forscher.

Zentrale Ergebnisse

Im Rahmen der Perspektivenwerkstatt wurden eine wissenschaftlichen Literaturstudie und vier Expertenkonferenzen durchgeführt. Dabei wurden besonders relevante Handlungsfelder und Ansätze zur Verbesserung der Patientensicherheit identifiziert.

Handlungsfelder für die Patientensicherheit

Insgesamt wurden sieben zentrale Handlungsfelder identifiziert, die für eine Verbesserung der Patientensicherheit in der ambulanten Pflege entscheidend sind:

  • Wissen und Kompetenz von beruflich Pflegenden
  • Personaleinsatz
  • Verantwortung ambulanter Pflege im komplexen Setting
  • Kommunikation an der Schnittstelle im Versorgungsprozess
  • Gesundheitskompetenz Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen
  • Sicherheitskultur in der ambulanten Pflege
  • sowie die speziellen Risikobereiche: Medikation, Hygiene, außerklinische Beatmungspflege.

Sicherheitskultur in der ambulanten Pflege

Die Ergebnisse der Perspektivenwerkstatt verdeutlichen, dass das Thema Sicherheitskultur in der ambulanten Pflege kaum verankert ist. Herausgestellt wurde die Bedeutung von Leitungspersonen in der Pflege: Ihnen kommt eine entscheidende Rolle bei der Etablierung einer offenen und konstruktiven Kultur im Umgang mit Fehlern zu. Zur Stärkung der Patientensicherheit wird unter anderem die Einführung von systematischen Berichts- und Lernsysteme (CIRS) auf Organisationsebene empfohlen.

Mehr Informationen

Eine Beschreibung aller Handlungsfelder und Schlussfolgerungen für die Verbesserung der Patientensicherheit in der ambulanten Pflege finden Sie im Ergebnispapier.

Stand: März 2019

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie gerne eine E-Mail an: daniela.sulmann@zqp.de

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