Ratgeber

Natürliche Heilmittel und Anwendungen in der Pflege

Auf dieser Seite lesen Sie Informationen aus dem Ratgeber „Natürliche Heilmittel und Anwendungen“. Den vollständigen Ratgeber können Sie kostenfrei herunterladen oder bestellen.

Aus der Natur stammende Heilmittel sind Bestandteil der medizinischen professionellen pflegerischen Praxis. Klassische Naturheilmittel werden in der Regel in der Pflege komplementär angewendet, d. h. die Schulmedizin ergänzend oder erweiternd. Zusätzlich zu den Erfahrungen aus der Praxis liegen oft wissenschaftliche Informationen über die Wirkmechanismen der Mittel und Anwendungen vor – viele der Verfahren sind heute fachlich anerkannt.

Naturheilkunde in der Pflege

Viele naturheilkundliche Anwendungen können in der Pflege präventiv und gesundheitsfördernd eingesetzt werden. Naturheilkundliche Maßnahmen können helfen, den Einsatz herkömmlicher Medikamente bei bestimmten Beschwerdebildern zu reduzieren.

Gut zu wissen: Wobei Naturheilmittel in der Pflege helfen können

Physikalische Anwendungen (z. B. Kalt-Warm-Anwendungen oder Massagen) stimulieren den Stoffwechsel, das Immunsystem oder das Herz-Kreislauf-System. Maßnahmen, die den Geruchs-, Geschmacks- oder Tastsinn aktivieren, fördern die Wahrnehmungsfähigkeit. Zudem wird der pflegebedürftigen Person in hohem Maße Zuwendung und Aufmerksamkeit entgegengebracht. Die Erfahrung, dass individuell auf die eigenen Befindlichkeiten eingegangen wird, kann Hoffnung vermitteln, die Stimmung verbessern, ablenkend, entspannend und vertrauensbildend wirken. Zahlreiche pflanzliche Arzneimittel entfalten spezifische Wirkungen und können – wenn sie richtig eingesetzt werden – leichtere Beschwerden oft gut und nebenwirkungsarm lindern.

Die Anwendung von Naturheilmitteln sollte immer mit der pflegebedürftigen Person, dem behandelnden Arzt und der Pflegefachkraft abgestimmt werden.

Schlafstörungen bei Pflegebedürftigen

Unruhe und Schlafstörungen sind weitverbreitete Gesundheitsprobleme – gerade auch bei älteren, pflegebedürftigen Menschen. Sie können sowohl seelische als auch körperliche Ursachen haben. Bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz zeigt sich meist eine Reduktion der Tief- und Traumschlafphasen und eine sogenannte Tag-Nacht-Umkehr, d. h., lange Schlafphasen treten tagsüber ein, während ein Wachsein in der Nacht vorherrscht.

Praxistipp: Unruhe natürlich lindern

Lavendel und Baldrian haben nachweislich eine beruhigende, schlaffördernde Wirkung. Melisse und Hopfen eignen sich zur Linderung von leichter Unruhe und Schlafstörungen, die auf leichte Nervosität zurückgehen.

  • Sanfte Teilkörpermassagen und Einreibungen
    Sanftes Massieren bzw. Einreiben von Brust, Händen oder Füßen mit einprozentigem Lavendelöl.
Natürliche Heilmittel und Anwendungen für pflegebedürftige Menschen

Füße einreiben

  • Zubereitung von Tee
    Für einen Lavendeltee einen Teelöffel Lavendelblüten mit 250ml Wasser überbrühen, fünf Minuten ziehen lassen, dann abseihen; eine Tasse abends vor dem Schlafengehen trinken. Für eine Teemischung je 30g Baldrianwurzel, Melissenblätter und Hopfenblüten mischen und genauso vorgehen.
  • Raumbeduftung
    Auf ein Taschentuch ein bis zwei Tropfen reines ätherisches Lavendelöl tropfen und in die Nähe des Bettes legen. In Kopfnähe ein Duftkissen oder Kräutersäckchen mit Lavendelblüten platzieren.
  • Einnahme pflanzlicher Arzneimittel
    Lavendel und Baldrian können auch in Form pflanzlicher Arzneimittel eingenommen werden.

Achtung:
Verwenden Sie nur hochwertige Pflanzenstoffe, Mittel aus Drogerien sind oft nicht ausreichend hoch dosiert, um einen guten Effekt zu erzielen.

Testen Sie die Hautverträglichkeit, bevor Sie ätherische Öle verwenden.

Auch pflanzliche Arzneimittel können Nebenwirkungen haben und falscher Einsatz teilweise sogar schaden. Die Verwendung sollte daher unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Weitere Praxistipps

Weitere Tipps und hilfreiche Informationen finden Sie in unserem kostenfreien Ratgeber. Darin finden Sie noch mehr anschauliche Bilder und Informationen zu natürlichen Heilmitteln und Anwendungen bei z. B.:

  • Appetitlosigkeit
  • Trockener Haut und Juckreiz
  • Chronischen Schmerzen
  • Husten
  • Fieber

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