Projekt

Studie Sicherheitskultur ambulante Pflege

Das Risiko für unerwünschte Ereignisse (Fehler) in der Behandlung und Pflege ist unter anderem aufgrund der Vielschichtigkeit der Gesundheitsversorgung hoch. Als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen haben Pflegende die wichtige Aufgabe, Fehler zu erkennen und vorzubeugen. Gleichzeitig sind sie aber auch Verursacher. Während zur Patientensicherheit in der Akutpflege sowie in der stationären Pflege bereits einige Daten vorliegen, ist die ambulante Pflege bisher kaum untersucht. Mit diesem Projekt soll daher Wissen über die Sicherheit in der ambulanten Pflege sowie die Umsetzung von Fehlermanagementsystemen erlangt werden. Hierauf aufbauend sollen Hinweise zur Verbesserung der Patientensicherheit für die Pflegepraxis generiert werden.

Partner: Dr. Nils Lahmann, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Wissenschaftliche Publikationen (peer review) und Kongressbeiträge:

Patientensicherheit – Einsatz von Richtlinien zum Umgang mitmultiresistenten Erregern in der ambulanten Pflege

Da für den ambulanten Bereich derzeit in Bezug auf Prävalenz und Umsetzung von standardisiertem Hygienemanagement nur begrenzt Untersuchungsergebnisse vorliegen, war das Ziel dieser Untersuchung zu ermitteln, inwieweit bei den Mitarbeiter*innen der Pflegedienste jeweils Kenntnis über das Vorhandensein von festen MRSA-Sanierungsschemas, der Protokollierung der MRSA-Sanierungen sowie Verfahrensanweisungen zum Umgang mit speziellen Erregern bestand. Insgesamt nahmen 107 Pflegedienste an der Untersuchung teil, von denen insgesamt 656 Mitarbeiter*innen ausgefüllte Fragebögen zurücksandten. Statistisch signifikante Unterschiede zeigten sich jeweils in Bezug auf durchgeführte Hygieneschulungen innerhalb der letzten 12 Monate zu länger als einem Jahr zurückliegenden Schulungen.

Strube-Lahmann, S., Suhr, R., Kuntz, S., Lahmann, N. (2018). Patientensicherheit – Einsatz von Richtlinien zum Umgang mitmultiresistenten Erregern in der ambulanten Pflege. In: Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ), 135–136 (2018) 27–33. doi: https://doi.org/10.1016/j.zefq.2018.07.001