Analyse

Versorgung am Lebensende aus Bevölkerungssicht – 2013

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung der Analyse "Versorgung am Lebensende aus Bevölkerungssicht – 2013". Die vollständige Analyse können Sie kostenfrei herunterladen.

Die Anzahl hochbetagter, schwerstkranker Menschen in Deutschland nimmt zu. Damit einher geht auch die Frage, wie eine bedürfnisorientierte Versorgung am Lebensende gestaltet werden kann und muss.

Eine gute, bedürfnisorientierte Versorgung schwersterkrankter Menschen trägt unter anderem dazu bei, Ängste zu verringern, belastende Symptome zu lindern und bei der Bewältigung sozialer Krankheitsfolgen unterstützen. Gute Pflege und Versorgung ermöglicht den Menschen, auch mit schwerwiegenden Einschränkungen in Würde und Selbstbestimmtheit ihr Leben bis zu Ende leben zu können.

Bereits heute bestehen in Deutschland teilweise gute Strukturen und Angebote mit hoher Qualität für eine bedürfnisorientierte Versorgung von sterbenden Menschen. Allerdings gibt es auch noch Verbesserungsbedarfe – insbesondere für alte Menschen.

Bevölkerungsumfrage

Diese Befragung gibt Aufschluss über Einstellungen und Wünsche der Bevölkerung in Deutschland zur Versorgung schwerkranker Menschen und zum eigenen Sterben. Befragt wurden 1.000 Personen über 18 Jahren in Deutschland.

Erfragt wurden Einstellungen aus den Themenbereichen „Bedürfnisse bei der Versorgung Schwerkranker am Lebensende“ und „Vorstellungen vom Sterben“.

Lebensende

Ein Großteil der Befragten, die bereits einen sterbenden Menschen gepflegt oder begleitet haben, bewertete die Gesamtversorgung rückblickend positiv. Mehr als jeder Fünfte stufte die Versorgung jedoch als schlecht ein.

Versorgung weist Defizite auf

Einige wichtige Ergebnisse der Studie sind:

Welche Rolle spielt das Sterben im Leben?

  • 83 Prozent setzten sich mit dem eigenen Tod auseinander.
  • 85 Prozent hatten bereits eine nahestehende Person durch Tod verloren.
  • 42 Prozent hatten Erfahrung in der Pflege oder Begleitung eines nahestehenden sterbenden Menschen.

Wie wird die Versorgung sterbender Personen bewertet?

  • 72 Prozent der Personen beurteilten die Gesamtversorgung des Verstorbenen rückblickend positiv.
  • 24 Prozent schätzten die Versorgung des Sterbenden, den sie begleitet haben, als eher schlecht ein.
  • 91 Prozent sahen maximale Symptomlinderung als wichtigsten Versorgungsaspekt im Sterbeprozess.

 Wo möchten Menschen sterben und wer soll bei ihnen sein?

  • 49 Prozent möchten im eigenen Zuhause sterben.
  • 27 Prozent möchten in einem Hospiz sterben.
  • 61 Prozent möchten in Begleitung sterben.

Welche Ängste und Wünsche sind hinsichtlich des Sterbens besonders bedeutsam?

  • 78 Prozent befürchteten, Schmerzen oder andere belastende Symptome zu erleiden.
  • 94 Prozent wünschten, trotz allem Dinge tun zu können, die ihnen Freude machen.
  • 92 Prozent wollten über Maßnahmen in der Versorgung selbst entscheiden können.

Mehr Informationen

Stand: Oktober 2013

Autoren in alphabetischer Reihenfolge:
Simon Eggert, ZQP
Daniela Sulmann, ZQP

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie gerne eine E-Mail an: simon.eggert@zqp.de

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