Einblick

Lebensmüdigkeit bei älteren pflegebedürftigen Menschen

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung des Einblicks "Wenn ältere pflegebedürftige Menschen lebensmüde sind". Den vollständigen Einblick können Sie kostenfrei herunterladen oder bestellen. Er wurde zusammen mit dem NaSPro erarbeitet.

Für Lebensmüdigkeit und Suizidalität bei älteren pflegebedürftigen Menschen gibt es verschiedene Ursachen. Oftmals kommen mehrere Faktoren zusammen. Bedeutsam sind psychische Probleme wie Depression oder Angst. Weitere Gründe sind körperliche oder soziale Belastungen, wie Schmerzen, nachlassende Fähigkeiten, Hoffnungslosigkeit oder zunehmende Abhängigkeit von der Hilfe anderer.

Hoffnungslosigkeit, der Verlust von Beziehungen oder Einsamkeit können Gründe für Lebensmüdigkeit sein.

Lebensmüdigkeit und Suizidalität sind ein Ausdruck von Leid und sollten stets ernst genommen werden. Zudem kann die Situation auch für Angehörige sehr belastend sein.

Wie Lebensmüdigkeit und Suizidalität entgegengewirkt werden kann, ist individuell verschieden und hängt von den jeweiligen Ursachen ab. Entscheidend ist, dass geeignete Hilfen angeboten werden. Hier finden Sie einige Hinweise, was man tun kann, wenn ältere pflegebedürftige Menschen lebensmüde sind.

10 Tipps zum Umgang mit Lebensmüdigkeit oder Suizidalität

1. Signale wahrnehmen

Achten Sie auf Warnsignale wie Traurigkeit, Desinteresse oder Rückzug. Nehmen Sie Ihre Eindrücke ernst.

2. Beobachtungen ansprechen

Sprechen Sie Beobachtungen in einem passenden, ruhigen Moment offen, aber behutsam an.

3. Äußerungen ernst nehmen

Nehmen Sie Äußerungen ernst, wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Ich will nicht mehr leben.“ Fragen Sie einfühlsam, aber genau nach, wie etwas gemeint ist. Verharmlosen Sie nicht. Aber dramatisieren Sie auch nicht.

4. Ursachen herausfinden

Fragen Sie die pflegebedürftige Person nach konkreten Ursachen, wenn sie sich zurückzieht oder traurig wirkt. Hören Sie gut zu. Finden Sie heraus, was sie besonders belastet.

5. Beistand leisten

Stehen Sie der pflegebedürftigen Person bei. Zeigen Sie Verständnis für ihre Situation. Halten Sie regelmäßig Kontakt.

6. Praktische Hilfe anbieten

Bieten Sie an, zu helfen, etwa um den Ursachen entgegenzuwirken. Beziehen Sie das Umfeld ein, wenn gewünscht. Organisieren Sie professionelle Beratung und Unterstützung.

7. Rat suchen

Tauschen Sie sich über die Situation möglichst mit dem Umfeld aus. Holen Sie fachlichen Rat ein, um das weitere Vorgehen zu besprechen und sich zu entlasten.

8. Medizinische Behandlung organisieren

Setzen Sie sich dafür ein, dass körperliche und psychische Beschwerden wirksam behandelt werden. Fragen Sie beispielsweise den Arzt oder die Ärztin, ob eine geriatrische oder palliativmedizinische Behandlung infrage kommt.

9. Psychologische Unterstützung vermitteln

Vermitteln Sie psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung. Wenden Sie sich dazu beispielsweise an die Krankenkasse oder an ein Hilfsangebot bei suizidalen Krisen.

10. Vorsorge für akute Krisen treffen

Sorgen Sie vor, zum Beispiel für den Fall, dass akute Suizidalität besteht. Legen Sie Telefonnummern stets erreichbarer Hilfen bereit, etwa von Angehörigen oder Krisenstellen. Ermuntern Sie dazu, diese zu nutzen

Mehr Informationen

Spezielle Unterstützungsangebote wie zum Beispiel psychologische und soziale Beratung, Psychotherapie oder Seelsorge können beim Umgang mit Lebensmüdigkeit und Suizidalität helfen.

Weitere Tipps und Informationen zum Umgang mit Suizidalität bei älteren pflegebedürftigen Menschen finden Sie in unserem kostenfreien Einblick.

Der Einblick wurde in Kooperation mit Experten der AG “Alte Menschen” des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) erarbeitet. Das ZQP ist Mitglied der Allianz für Suizidprävention.

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie eine E-Mail an: daniela.sulmann@zqp.de

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