Projekt

Studie Risikofaktoren für Pflegebedürftigkeit

Ob Pflegebedürftigkeit entsteht, hängt oft von verschiedenen Faktoren ab. Indem Risiken beeinflusst und Ressourcen aktiviert werden, kann die Entstehung von Pflegebedarf verzögert, gemindert oder sogar vermieden werden. Allerdings ist bislang wenig darüber bekannt, welche Risiko- und Schutzfaktoren es gibt und in welchen körperlichen, psychischen und sozialen Konstellationen Pflegebedarf wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher wird. Vor diesem Hintergrund wurden in diesem Projekt die Entstehungsbedingungen von Pflegebedürftigkeit untersucht. Anhand der Daten der Berliner Initiative Studie (BIS) wurden physische und psychosoziale Risiko- und Ressourcenprofile von Pflegebedürftigen nachgezeichnet und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Erkrankungen (z. B. Diabetes, Schlaganfall) beziehungsweise Einzelfaktoren wie Mobilität, Inkontinenz, Stürze, Wohlbefinden, Medikation, Schmerz sowie kognitive Einschränkungen und Pflegebedarf untersucht.

Partner: Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey/Dr. Stefan Blüher/Dr. Susanne Schnitzer/Andrea Teti, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft

Wissenschaftliche Publikationen (peer review) und Kongressbeiträge:

Schnitzer, S., Blüher, S., Teti, A., Schaeffner, E., Ebert, N., Martus, P., Suhr, R. & Kuhlmey, A. (2019). Risk profiles for care dependency: Cross-sectional findings of a population-based cohort study in Germany. Journal of Aging and Health, 2019 Januar 18, 1-19. doi: 10.1177/0898264318822364.

Schnitzer, S., Blüher, S., Teti, A. et al. (2016). Risikokonstellationen für Pflegebedarf – Befunde einer Kohortenstudie zu Prädiktoren von Pflegebedarf bei Männer und Frauen ab 70 Jahren. Poster auf der Gesundheit – bio.psycho.sozial 2.0, Berlin.