Einblick

10 Rechte pflegebedürftiger Menschen

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung des Einblicks "Rechte pflegebedürftiger Menschen". Den vollständigen Einblick können Sie kostenfrei herunterladen.

Jeder Mensch hat das Recht auf eine gute, würdevolle Pflege. Die Grundlagen guter Pflege sind in ethischen und rechtlichen Dokumenten sowie fachlichen Leitlinien und Standards festgehalten. Pflegebedürftige Menschen können erwarten, dass diese bei der professionellen Pflege beachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Internationaler Ethikkodex für Pflegende (ICN-Ethikkodex)
  • Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen (Pflege-Charta)
  • Elftes und Fünftes Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB XI und SGB V)
  • Expertenstandards des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP).

Gute Pflege soll dazu beitragen, möglichst selbstbestimmt und selbstständig leben zu können. Daher haben pflegebedürftige Menschen zum Beispiel Anspruch auf Gesundheitsförderung und Prävention. Das gilt unabhängig vom Alter, vom Ausmaß des Pflegebedarfs sowie von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.

10 Rechte pflegebedürftiger Menschen und Merkmale guter professioneller Pflege

Die Qualität der Pflege ergibt sich aus vielfältigen Faktoren. Beispielsweise spielen organisatorische, fachliche und zwischenmenschliche Aspekte eine Rolle. Und sie hängt vom Blickwinkel ab. Pflegebedürftige Menschen, Angehörige, Pflegende oder Ärzte oder Ärztinnen bewerten die Pflege vielleicht unterschiedlich. Aber: Es gibt nachvollziehbare Merkmale guter Pflege.

1. Selbstbestimmung

Die Pflege richtet sich nach dem Willen und den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Person. Ihr Recht auf Selbstbestimmung wird respektiert.

2. Information

Die pflegebedürftige Person erhält verständliche und ausführliche Informationen zur Pflege. Sie wird unterstützt, mit der Pflegesituation umzugehen und hierzu Entscheidungen zu treffen.

3. Fachgerechte Pflege

Die professionell Pflegenden führen die Pflege fachlich korrekt aus. Sie sind für ihre Aufgaben qualifiziert und haben das notwendige aktuelle Fachwissen.

4. Sicherheit

Gesundheitlichen Gefahren in Zusammenhang mit der Pflege wird bestmöglich vorgebeugt. Das betrifft zum Beispiel Gefahren durch falsche Medikation, schlechte Hygiene, Vernachlässigung und andere Gewaltformen. Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) werden vermieden.

5. Respekt

Der Umgang ist respektvoll, geduldig und zugewandt. Privat- und Intimsphäre werden so weit wie möglich beachtet.

6. Selbstständigkeit

Die pflegebedürftige Person wird unterstützt, möglichst unabhängig von der Hilfe anderer zu sein. Dazu werden ihre Alltagsfähigkeiten gezielt gefördert.

7. Prävention

Die Gesundheit der pflegebedürftigen Person wird gefördert und geschützt. Sie erhält dafür zum Beispiel Angebote zur Bewegung, geistigen Aktivität oder sozialen Teilhabe.

8. Verlässlichkeit

Vereinbarte Leistungen werden verbindlich und zuverlässig umgesetzt. Alle an der Pflege Beteiligten stimmen sich ab, wer was, wie und wann macht.

9. Diskretion

Die Pflege findet im vertrauensvollen Rahmen statt. Persönliche Informationen werden diskret behandelt. Sie werden nur weitergegeben, wenn die pflegebedürftige Person einverstanden ist.

10. Beschwerde

Die pflegebedürftige Person kann nachteilsfrei Kritik und Beschwerden zur Pflege anbringen. Sie wird zeitnah informiert, was daraus folgt oder erfolgt ist.

Mehr Informationen

Über weitere Merkmale fachlicher richtiger Pflege informiert der ZQP-Ratgeber Gute Pflege erkennen. Er beschreibt konkret, wie die praktische Pflege im Einzelnen sein sollte und woran man dies erkennen kann. Falls Fragen, Kritik oder Beschwerden zur Pflege auftreten, sollte man sich  zunächst an den Pflegeanbieter wenden. Außerdem können Beschwerden zum Beispiel bei der Pflegekasse oder privaten Pflegeversicherung, dem Medizinischen Dienst (MD), dem Prüfdienst des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV-Prüfdienst), den Heimaufsichtsbehörden oder bei kommunalen Beschwerdestellen angebracht werden. In unserer kostenlosen Datenbank können Sie Adressen von Beschwerdestellen recherchieren.

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie eine E-Mail an: daniela.sulmann@zqp.de

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