Report

Rechte pflegebedürftiger Menschen

Auf dieser Seite lesen Sie eine Zusammenfassung des Reports "Rechte pflegebedürftiger Menschen". Den vollständigen Report können Sie kostenfrei herunterladen.

Pflegebedürftige Menschen haben die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen. Das betrifft zum Beispiel Rechte wie Selbstbestimmung, Sicherheit und Privatheit sowie das Recht auf eine gute, ihrem persönlichen Bedarf entsprechende Unterstützung und Pflege. Die Rechte pflegebedürftiger Menschen sind in der deutschen Pflege-Charta zusammengefasst. Sie wurde von verantwortlichen Akteuren in der Pflege erarbeitet und vom Bundesministerium für Gesundheit und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegebenen.

Stärkung der Rechte

Die Umsetzung der Rechte pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen ist eine der zentralen gesellschaftspolitischen Aufgaben in Deutschland. Daher wurden die Rechte pflegebedürftiger Menschen – und damit auch ihre Position als Verbraucherinnen und Verbraucher – in den letzten Jahren nach und nach gestärkt und ihre Ansprüche ausgeweitet. Dies betrifft beispielsweise den Anspruch auf Information und Pflegeberatung, auf Teilhabe sowie auf Beschwerde-, Widerrufs- und Kündigungsrechte gegenüber Pflegeanbietern und zudem Mitwirkungsrechte bei der Gestaltung des Alltags im Pflegeheim.

Dies unterstreicht auch eine Studie des ZQP aus dem Jahr 2016: In einer Befragung des ZQP unter professionell Pflegenden gaben 84 Prozent (n = 1.008) an, die Rechte pflegebedürftiger Menschen wären aus ihrer Sicht den letzten Jahren spürbar gestärkt worden.

Umsetzung der Rechte im Pflegealltag

Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass die Rechte pflegebedürftiger Menschen immer noch nicht konsequent umgesetzt werden und weiter zu stärken sind. Auch das unterstreicht die o. g. Studie des ZQP:

  • Etwa ein Drittel (34 Prozent) der Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen beziehungsweise von Pflegediensten gaben an, Situationen erlebt zu haben, in denen Rechte pflegebedürftiger Menschen nicht beachtet worden waren.
  • Zwölf Prozent ein oder zwei Mal, 13 Prozent mehrere Male, neun Prozent häufig.
  • Zum Beispiel wurde über den Willen des Pflegebedürftigen hinweg gehandelt (58 Prozent) oder dessen Privatsphäre missachtet (39 Prozent).
  • Pflegebedürftige seien auch respektlos angesprochen oder beschämt worden (36 Prozent) oder hätten die notwendige Hilfe nicht (49 Prozent) oder nicht rechtzeitig (46 Prozent) erhalten.

Mehr Informationen

Mehr Informationen finden Sie im ZQP-Report „Rechte pflegebedürftiger Menschen“. Der Report bietet eine Bestandsaufnahme aus Wissenschaft und Praxis zu Rechten pflegebedürftiger Menschen. In Fachbeiträgen und Experteninterviews werden aktuelle Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert. Daneben werden die Ergebnisse einer ZQP-Befragung zur Pflege-Charta, Handlungshilfen für die Praxis sowie Initiativen vorgestellt, die sich den Rechten pflegebedürftiger Menschen widmen und weitere Impulse zu deren Umsetzung geben können. Der Report wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Autoren und Interviewpartner in dem Report in alphabetischer Reihenfolge:
Jens Abraham, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Jürgen Brüggemann, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)
Prof. Dr. Andreas Büscher, Hochschule Osnabrück
Prof. Dr. jur. Gerhard Igl, Universitätsprofessor a. D. der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Dr. Claudia Mahler, Deutsches Institut für Menschenrechte e. V.
Katrin Markus, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V.
Prof. Dr. Gabriele Meyer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Christin Richter, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Nora Roßner, Deutscher Caritasverband e. V.
Doris Schaeffer, Universität Bielefeld
Daniela Sulmann, ZQP
Daniela Väthjunker, ZQP
Franz Wagner, Deutscher Pflegerat e. V., Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e. V.

Zur Kontaktaufnahme schreiben Sie eine E-Mail an: daniela.sulmann@zqp.de

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